Klartext: Wenn deine KI-Ergebnisse mittelmaessig sind, liegt es meistens nicht am Tool. Es liegt daran, dass du beschreibst, statt zu zeigen.
Die meisten schreiben seitenlange Anweisungen. „Schreib professionell, aber nahbar, mit kurzen Saetzen, nicht zu werblich, aber ueberzeugend.“ Die KI raet dann, was du damit meinst. Und raet oft falsch.
Gib ihr stattdessen ein Beispiel. Einen Text, den du gut findest. Eine Mail, die genau deinen Ton trifft. Einen Post, der funktioniert hat. „Schreib in diesem Stil“ mit echtem Beispiel schlägt zehn Adjektive.
Der Grund ist simpel: Sprache ist praeziser als Beschreibung von Sprache. „Locker“ bedeutet für dich etwas anderes als für mich. Ein konkreter Beispieltext lässt keinen Interpretationsspielraum. Die KI sieht Satzlaenge, Wortwahl, Rhythmus, Anrede, alles auf einmal.
Ich sehe das staendig: Leute kaempfen eine Stunde mit Prompt-Formulierungen, dabei haetten zwei eingefuegte Beispieltexte das Problem in zwei Minuten geloest.
Das gilt nicht nur für Texte. Du willst Daten in ein bestimmtes Format? Zeig ein ausgefuelltes Beispiel. Du willst Antworten in einer bestimmten Struktur? Liefere eine fertige Musterantwort. Die KI ist eine exzellente Nachahmerin und eine mittelmaessige Gedankenleserin.
Zwei bis drei Beispiele sind der Sweet Spot. Eines zeigt das Muster, mehrere zeigen die Bandbreite. Mehr wird selten besser.
Gib zu, du hast auch schon ewig an Anweisungen gefeilt, statt einfach zu zeigen, was du willst. Ich auch. Seit ich Beispiele mitgebe, sind meine Ergebnisse beim ersten Versuch brauchbar.
Hoer auf zu erklären. Fang an zu zeigen.
