Du musst nicht in Panik geraten, weil irgendwer auf LinkedIn behauptet, KI würde dein Geschäft „disrupten“. Du brauchst nur eine ehrliche Bestandsaufnahme. Also setz dich kurz hin und beantworte dir diese fünf Fragen.
Erste Frage: Wie lange brauchst du aktuell für ein Angebot? Wenn die Antwort „einen halben Tag“ ist, dann sitzt dein Mitbewerber gerade mit einem Tool, das ihm in 15 Minuten einen sauberen Entwurf liefert. Nicht perfekt, aber gut genug zum Anpassen.
Zweite Frage: Was machst du jeden Montag, das dich nervt? Routine, die sich wiederholt, ist genau das, was du abgeben kannst. Newsletter vorbereiten, Termine sortieren, Antworten auf Standardanfragen.
Dritte Frage: Wie oft sagst du „dafür hab ich keine Zeit“? Jedes Mal ist ein Hinweis auf eine Aufgabe, die du delegieren könntest. Nicht an einen teuren Mitarbeiter, sondern an einen Ablauf, der nachts für dich läuft.
Vierte Frage: Wann hast du das letzte Mal proaktiv akquiriert? Wenn deine Pipeline von Zufall und Empfehlung lebt, ist das kein System, sondern Glück.
Fünfte Frage: Was würdest du mit zehn Stunden pro Woche machen? Diese zehn Stunden liegen oft schon da, versteckt in Aufgaben, die kein Mensch erledigen muss.
Ich geb zu: Ich hab selbst lange gezögert, weil ich dachte, ich müsste erst alles verstehen. Falsch. Du fängst mit einer einzigen nervigen Aufgabe an und gewinnst eine Stunde. Dann die nächste. Dein Mitbewerber hat nicht mehr Talent. Er hat nur früher angefangen. Und du kannst heute anfangen.
