Allgemeine Geschäftsbedingungen
Für KI-Beratungs-, Automatisierungs- und Umsetzungsleistungen von Aurora Digital.
Inhaltsverzeichnis
- Geltungsbereich und Begriffsbestimmungen
- Vertragsschluss
- Leistungsbeschreibung
- Masterclass Academy
- Mitwirkungspflichten des Kunden
- Abnahme
- Preise und Zahlungsbedingungen
- Vertragsdauer und Beendigung
- Nutzungsrechte
- Haftung und Haftungsbeschränkung
- Datenschutz und Auftragsverarbeitung
- Vertraulichkeit
- Änderungen der AGB
- Mängelhaftung und Gewährleistung
- Höhere Gewalt
- Anwendbares Recht und Gerichtsstand
- Widerrufsrecht für Verbraucher
- Schlussbestimmungen
1) Geltungsbereich und Begriffsbestimmungen
1.1 Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB“) gelten für alle Verträge zwischen der Aurora Digital Solutions LLC, 30 N Gould St Ste N, Sheridan, WY 82801, USA, Zustell- und Kontaktadresse in Österreich: Mariahilfer Straße 123, 1060 Wien, Österreich (nachfolgend „Anbieter“), und dem Kunden über KI-Beratungs- und Automatisierungsleistungen unter der Marke Aurora Digital, insbesondere die Konzeption und Umsetzung von Sprach-Callbots, CRM-/Chat-Bots und Workflow-Automatisierungen auf Basis von n8n und Make, sowie damit zusammenhängende Beratungsleistungen.
1.2 Der Anbieter richtet sich vorrangig an Unternehmer im Sinne des § 1 UGB, schließt aber Verträge mit Verbrauchern im Sinne des § 1 KSchG nicht aus. Für Verträge mit Verbrauchern gelten die zwingenden Bestimmungen des KSchG und des FAGG; insbesondere steht Verbrauchern das Widerrufsrecht nach Maßgabe von Ziffer 16 und der gesonderten Widerrufsbelehrung zu. Soweit einzelne Klauseln dieser AGB zwingenden gesetzlichen Verbraucherschutzvorschriften widersprechen, gelten gegenüber Verbrauchern die gesetzlichen Bestimmungen; die Wirksamkeit der übrigen Klauseln bleibt unberührt.
1.3 Das kostenlose und unverbindliche Erstgespräch (Konzeptgespräch) dient ausschließlich der unverbindlichen Bedarfsanalyse. Es stellt weder ein Angebot noch eine Vertragsannahme dar und begründet keine Zahlungspflicht.
1.4 Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende AGB des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Anbieter stimmt deren Geltung ausdrücklich und in Textform zu.
1.5 Diese AGB gelten ferner für den Erwerb des Zugangs zur Schulungsplattform „Masterclass Academy“ unter academy.aurora-digital.at, soweit in Ziffer 3a nicht ausdrücklich etwas Abweichendes geregelt ist.
1.6 Begriffsbestimmungen:
- „Projekt“: Eine einmalig abgegrenzte Beratungs- und/oder Umsetzungsleistung mit im jeweiligen Angebot definiertem Leistungsumfang.
- „Laufende Betreuung“: Eine im Anschluss an ein Projekt oder eigenständig vereinbarte, wiederkehrende Leistung (insbesondere Wartung, Weiterentwicklung, Support) mit monatlicher Abrechnung.
- „Academy-Zugang“: Der kostenpflichtige Zugang zur Schulungsplattform Masterclass Academy gemäß Ziffer 3a.
- „Kunde“: Der Unternehmer oder Verbraucher, der einen Vertrag über Projekt-, Betreuungs- und/oder Academy-Leistungen abschließt.
- „Kundendaten“: Alle Daten, die der Kunde dem Anbieter im Rahmen der Leistungserbringung zur Verfügung stellt.
2) Vertragsschluss
2.1 Im Anschluss an das kostenlose Konzeptgespräch erstellt der Anbieter dem Kunden ein individuelles, schriftliches Angebot (Kostenvoranschlag) mit Leistungsbeschreibung, Umfang und Preis.
2.2 Der Vertrag kommt zustande, wenn der Kunde dieses Angebot schriftlich oder per E-Mail annimmt, es unterzeichnet zurücksendet, oder die im Angebot vereinbarte Anzahlung leistet.
2.3 Wünscht der Kunde während der Umsetzung Änderungen, die über den im Angebot vereinbarten Leistungsumfang hinausgehen, bedarf dies eines gesonderten Zusatzangebots und dessen Annahme durch den Kunden.
2.4 Für den Vertragsschluss steht die deutsche Sprache zur Verfügung.
3) Leistungsbeschreibung
3.1 Der Anbieter erbringt je nach individueller Vereinbarung insbesondere folgende Leistungen: Analyse bestehender Geschäftsprozesse und Software-Landschaften, Konzeption und Integration von Sprach-Callbots, CRM- und Chat-Bots sowie Workflow-Automatisierungen auf Basis von n8n und Make, sowie begleitende Beratungsleistungen.
3.2 Der genaue Funktionsumfang, die Meilensteine und die voraussichtlichen Liefertermine ergeben sich aus dem jeweiligen Angebot gemäß Ziffer 2.
3.3 Leistungen werden entweder als einmaliges Projekt mit abgegrenztem Leistungsumfang, oder als laufende Betreuung mit wiederkehrender monatlicher Leistung erbracht; welche Form vereinbart ist, ergibt sich aus dem Angebot.
3.4 Die Umsetzung setzt regelmäßig die Anbindung an Drittsysteme voraus (insbesondere Telefonie-Anbieter, Meta/WhatsApp, n8n- bzw. Make-Instanzen, CRM-Systeme des Kunden). Der Anbieter hat keinen Einfluss auf Verfügbarkeit, Schnittstellenänderungen oder Nutzungsbedingungen dieser Drittsysteme und haftet hierfür nur nach Maßgabe von Ziffer 9.
3a) Masterclass Academy
3a.1 Abweichend von Ziffer 2 kommt der Vertrag über den Zugang zur Schulungsplattform „Masterclass Academy“ (academy.aurora-digital.at) unmittelbar durch den Online-Bestellvorgang auf der Website des Anbieters zustande: Die Darstellung der Academy und ihrer Pakete stellt eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots dar; mit Abschluss des Bestellvorgangs und Klick auf den Bestell-Button gibt der Kunde ein verbindliches Angebot ab, das der Anbieter durch Freischaltung des Zugangs oder Bestätigungsmail annimmt.
3a.2 Der Zugang zur Academy wird wahlweise als einmaliger Kauf oder als monatliches Abonnement angeboten; die jeweils aktuellen Preise und Modalitäten ergeben sich aus der Produktbeschreibung auf der Website des Anbieters.
3a.3 Bei einem Abonnement verlängert sich der Zugang automatisch um den jeweils gewählten Abrechnungszeitraum, sofern der Kunde nicht mit einer Frist von vierzehn (14) Tagen vor dem nächsten Fälligkeitsdatum über den Kündigungsbutton im Kontobereich oder per E-Mail kündigt.
3a.4 Der Kunde erhält ein nicht ausschließliches, nicht übertragbares Recht zur persönlichen Nutzung der Kursinhalte für die Dauer des gebuchten Zugangs. Eine Weitergabe der Zugangsdaten oder Kursinhalte an Dritte ist nicht gestattet.
3a.5 Für die Zahlung, Vertragsdauer im Übrigen und das Widerrufsrecht bei Erwerb des Academy-Zugangs gelten die Ziffern 6, 7 und 16 dieser AGB; für das Widerrufsrecht gilt jedoch die Sonderregel für digitale Inhalte in Ziffer 16.4, nicht die Regel für Dienstleistungen in Ziffer 16.2.
4) Mitwirkungspflichten des Kunden
4.1 Der Kunde stellt dem Anbieter alle für die Leistungserbringung erforderlichen Informationen, Zugänge, Zugangsdaten und Inhalte rechtzeitig und vollständig zur Verfügung und trifft erforderliche Entscheidungen (insbesondere Freigaben) innerhalb angemessener Frist.
4.2 Verzögert sich die Leistungserbringung aufgrund nicht rechtzeitiger Mitwirkung des Kunden, verschieben sich vereinbarte Fristen und Termine entsprechend; hierdurch entstehende Mehraufwände können dem Kunden gesondert in Rechnung gestellt werden, sofern dies im Angebot vorgesehen oder gesondert vereinbart ist.
4.3 Der Kunde ist für die Rechtmäßigkeit der von ihm bereitgestellten Inhalte und Daten (insbesondere Kontaktdaten seiner Kunden im Rahmen von Call-Bot-/Chat-Bot-Lösungen) selbst verantwortlich.
5) Abnahme
5.1 Nach Fertigstellung eines Projekts zeigt der Anbieter dem Kunden die Betriebsbereitschaft der vereinbarten Leistung an.
5.2 Der Kunde erklärt die Abnahme durch ausdrückliche schriftliche oder elektronische Bestätigung, oder durch produktive Nutzung der Leistung im laufenden Geschäftsbetrieb. Etwaige Mängel sind unverzüglich unter Beschreibung des Mangels anzuzeigen.
5.3 Mit der Abnahme endet das Vertragsverhältnis für das jeweilige Projekt, unbeschadet fortbestehender Gewährleistungsansprüche gemäß Ziffer 13.
6) Preise und Zahlungsbedingungen
6.1 Die Vergütung wird individuell nach Aufwand und Leistungsumfang im jeweiligen Angebot vereinbart („Preis nach Vereinbarung“). Alle Preise verstehen sich als Nettopreise zuzüglich der jeweils geltenden gesetzlichen Umsatzsteuer, soweit im Angebot nicht ausdrücklich anders angegeben.
6.2 Je nach Vereinbarung im Angebot wird entweder (a) eine Anzahlung bei Auftragserteilung und die restliche Vergütung nach Abnahme fällig, oder (b) die gesamte Vergütung im Voraus (Vorauskasse) fällig.
6.3 Die Zahlung erfolgt wahlweise über den Zahlungsdienstleister Stripe Payments Europe Ltd., 1 Grand Canal Street Lower, Grand Canal Dock, Dublin, Irland (Kreditkarte oder SEPA-Lastschrift), oder per SEPA-Überweisung auf das vom Anbieter im Angebot bzw. auf der Rechnung angegebene Konto.
6.4 Leistungen der laufenden Betreuung werden monatlich im Voraus in Rechnung gestellt.
6.5 Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter berechtigt, Verzugszinsen zu berechnen: gegenüber Unternehmern 9,2 Prozentpunkte über dem jeweiligen Basiszinssatz (§ 456 UGB), gegenüber Verbrauchern 4 % pro Jahr (§ 1000 iVm § 1333 ABGB).
6.6 Kommt der Kunde mit der Zahlung in Verzug, ist der Anbieter berechtigt, die offene Forderung nach erfolgloser Mahnung an einen Gläubigerschutzverband bzw. ein Inkassoinstitut – insbesondere den Kreditschutzverband von 1870 (KSV1870) – zur außergerichtlichen Einbringung zu übergeben und die dafür erforderlichen personenbezogenen Daten zu übermitteln. Rechtsgrundlage hierfür ist das berechtigte Interesse des Anbieters an der Einbringung offener Forderungen (Art. 6 Abs 1 lit. f DSGVO). Der Kunde trägt die Kosten der zweckentsprechenden Betreibung; gegenüber Verbrauchern sind diese Kosten auf die nach § 1333 Abs 2 ABGB zulässigen Beträge begrenzt.
7) Vertragsdauer und Beendigung
7.1 Projekte: Das Vertragsverhältnis für ein einmaliges Projekt endet mit vollständiger Erbringung und Abnahme der vereinbarten Leistung gemäß Ziffer 5.
7.2 Laufende Betreuung: Wird eine laufende Betreuung vereinbart, läuft der Vertrag auf unbestimmte Zeit und kann von beiden Parteien mit einer Frist von dreißig (30) Tagen zum Monatsende gekündigt werden, sofern im Angebot nicht ausdrücklich eine Mindestlaufzeit vereinbart wurde.
7.3 Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt für beide Parteien unberührt. Ein wichtiger Grund liegt für den Anbieter insbesondere vor, wenn der Kunde trotz Mahnung länger als 30 Tage mit der Zahlung in Verzug ist.
7.4 Kündigungen können schriftlich oder per E-Mail an hello@aurora-digital.at erfolgen.
8) Nutzungsrechte
8.1 Der Kunde erhält an den speziell für ihn erstellten Konfigurationen (insbesondere n8n-/Make-Workflows, Bot-Konfigurationen) nach vollständiger Bezahlung der vereinbarten Vergütung ein einfaches, zeitlich unbeschränktes Recht zur Nutzung im eigenen Geschäftsbetrieb.
8.2 Allgemeine, nicht kundenspezifische Methoden, Vorlagen und Vorgehensweisen darf der Anbieter unabhängig hiervon auch für andere Kunden entwickeln und verwenden.
8.3 Rechte an eingesetzter Drittsoftware (insbesondere n8n, Make, sowie eingesetzte KI-Modelle und Telefonie-/Messaging-Anbieter) richten sich ausschließlich nach den jeweiligen Lizenzbedingungen der Drittanbieter.
9) Haftung und Haftungsbeschränkung
9.1 Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie für Schäden, die auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruhen.
9.2 Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten. In diesem Fall ist die Haftung auf den vertragstypisch vorhersehbaren Schaden begrenzt, maximal jedoch auf die Höhe der für das betroffene Projekt bzw. für die letzten zwölf (12) Monate laufender Betreuung vereinbarten bzw. gezahlten Vergütung.
9.3 Die Haftung für mittelbare Schäden, Folgeschäden und entgangenen Gewinn ist – soweit gesetzlich zulässig – ausgeschlossen.
9.4 Der Anbieter übernimmt keine Haftung für Handlungen, Unterlassungen, technische Störungen, Richtlinienänderungen oder Ausfälle von Drittplattformen und Drittanbietern (insbesondere Telefonie-Provider, Meta/WhatsApp, n8n-/Make-Cloud-Dienste), soweit der Schaden nicht vom Anbieter selbst vorsätzlich oder grob fahrlässig verursacht wurde oder zwingende gesetzliche Haftungsvorschriften entgegenstehen.
10) Datenschutz und Auftragsverarbeitung
10.1 Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten des Kunden gemäß der Datenschutzerklärung und den geltenden Datenschutzgesetzen, insbesondere der DSGVO und dem österreichischen DSG.
10.2 Soweit der Anbieter im Rahmen der Leistungserbringung personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden verarbeitet (insbesondere Kontaktdaten der Kunden des Auftraggebers im Rahmen von Call-Bot-/Chat-Bot-Lösungen), schließen die Parteien einen separaten Auftragsverarbeitungsvertrag gemäß Art. 28 DSGVO.
10.3 Der Anbieter setzt für die Leistungserbringung Auftragsverarbeiter ein (insbesondere für Hosting, Telefonie, Zahlungsabwicklung und technische Wartung). Eine aktuelle Liste ist auf Anfrage erhältlich.
11) Vertraulichkeit
11.1 Beide Parteien verpflichten sich, alle im Rahmen der Vertragsbeziehung erlangten vertraulichen Informationen der jeweils anderen Partei streng vertraulich zu behandeln und nicht an Dritte weiterzugeben.
11.2 Diese Vertraulichkeitspflicht gilt nicht für Informationen, die öffentlich zugänglich sind, der empfangenden Partei bereits bekannt waren, von einem Dritten ohne Vertraulichkeitspflicht erhalten wurden, oder aufgrund gesetzlicher Verpflichtung offengelegt werden müssen.
11.3 Die Vertraulichkeitspflicht besteht über die Beendigung des Vertrags hinaus für die Dauer von zwei (2) Jahren fort.
12) Änderungen der AGB
12.1 Der Anbieter ist berechtigt, diese AGB mit einer Vorlaufzeit von mindestens dreißig (30) Tagen zu ändern, sofern die Änderung sachlich gerechtfertigt ist und das Äquivalenzverhältnis des Vertrages nicht wesentlich zu Lasten des Kunden verschoben wird. Änderungen werden dem Kunden per E-Mail unter Angabe der Gründe mitgeteilt. Bereits angenommene Angebote für einmalige Projekte bleiben von AGB-Änderungen unberührt.
12.2 Widerspricht der Kunde den geänderten AGB nicht innerhalb von 14 Tagen nach Zugang der Mitteilung, gelten die geänderten AGB als angenommen; dies gilt nur für laufende Betreuungsverhältnisse. Bei Widerspruch hat der Kunde ein Sonderkündigungsrecht zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderungen.
13) Mängelhaftung und Gewährleistung
13.1 Der Anbieter gewährleistet, dass die erbrachte Leistung im Wesentlichen der im Angebot vereinbarten Leistungsbeschreibung entspricht.
13.2 Für Verbraucher gelten die gesetzlichen Gewährleistungsfristen ungekürzt (insbesondere § 933 ABGB sowie das Verbrauchergewährleistungsgesetz – VGG, soweit auf digitale Leistungsbestandteile anwendbar). Gegenüber Unternehmern beträgt die Gewährleistungsfrist – soweit gesetzlich zulässig – sechs (6) Monate ab Abnahme.
13.3 Der Anbieter hat das Recht zur Nachbesserung (mindestens zwei Nachbesserungsversuche), bevor weitergehende Gewährleistungsrechte geltend gemacht werden.
14) Höhere Gewalt
14.1 Keine Partei haftet für die Nichterfüllung oder verzögerte Erfüllung ihrer Pflichten, soweit dies auf Umstände höherer Gewalt zurückzuführen ist, einschließlich des Ausfalls wesentlicher Drittdienste (insbesondere Telefonie-Provider, Meta/WhatsApp, Hosting-Infrastruktur).
14.2 Dauert die höhere Gewalt länger als 60 Tage an, ist jede Partei berechtigt, den betroffenen Vertrag außerordentlich zu kündigen.
15) Anwendbares Recht und Gerichtsstand
15.1 Für sämtliche Rechtsbeziehungen zwischen dem Anbieter und dem Kunden gilt das Recht der Republik Österreich unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG) und der Verweisungsnormen des internationalen Privatrechts. Gegenüber Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur, soweit dem Verbraucher dadurch nicht der Schutz zwingender Bestimmungen des Staates seines gewöhnlichen Aufenthalts entzogen wird (Art. 6 Abs 2 Rom-I-VO).
15.2 Ist der Kunde Unternehmer, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit dem Vertragsverhältnis Wien, Österreich. Für Verbraucher gelten die gesetzlichen Gerichtsstände (§ 14 KSchG).
16) Widerrufsrecht für Verbraucher
16.1 Verbrauchern im Sinne des § 1 KSchG steht bei im Fernabsatz oder außerhalb von Geschäftsräumen geschlossenen Verträgen ein gesetzliches Widerrufsrecht von vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen zu (§ 11 FAGG). Einzelheiten und ein Muster-Widerrufsformular enthält die gesonderte Widerrufsbelehrung.
16.2 Das Widerrufsrecht erlischt bei Verträgen über Dienstleistungen vorzeitig, wenn der Anbieter die Dienstleistung vollständig erbracht hat und mit der Ausführung erst begonnen hat, nachdem der Verbraucher (a) ausdrücklich zugestimmt hat, dass der Anbieter vor Ablauf der Widerrufsfrist mit der Ausführung beginnt, und (b) seine Kenntnis davon bestätigt hat, dass er bei vollständiger Vertragserfüllung durch den Anbieter sein Widerrufsrecht verliert (§ 18 Abs 1 Z 8 FAGG). Bei nur teilweiser Erbringung der Dienstleistung bis zum Widerruf hat der Verbraucher gemäß § 16 FAGG einen anteiligen Wertersatz zu leisten.
16.3 Für Unternehmer im Sinne des § 1 UGB besteht kein Widerrufsrecht, da das FAGG auf Unternehmergeschäfte keine Anwendung findet.
16.4 Für den Erwerb des Zugangs zur Masterclass Academy (Ziffer 3a) als digitalen Inhalt, der nicht auf einem körperlichen Datenträger geliefert wird, gilt abweichend von Ziffer 16.2: Das Widerrufsrecht erlischt vorzeitig, wenn der Anbieter mit der Vertragsausführung begonnen hat, nachdem der Verbraucher (a) ausdrücklich zugestimmt hat, dass der Anbieter vor Ablauf der Widerrufsfrist mit der Ausführung beginnt, und (b) seine Kenntnis davon bestätigt hat, dass er dadurch sein Widerrufsrecht verliert (§ 18 Abs 1 Z 11 FAGG). Diese Zustimmung und Bestätigung holt der Anbieter im Bestellvorgang der Academy gesondert ein.
17) Schlussbestimmungen
17.1 Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. Die unwirksame Bestimmung ist durch eine wirksame Bestimmung zu ersetzen, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung möglichst nahekommt (salvatorische Klausel).
17.2 Änderungen und Ergänzungen eines Vertrages bedürfen zu Beweiszwecken der Schriftform; für Mitteilungen im laufenden Vertragsverhältnis genügt E-Mail, sofern in diesen AGB nicht ausdrücklich eine strengere Form vorgesehen ist. Individuelle Abreden der Parteien bleiben unberührt.